Feuerwehr Marsberg

Freiwillige Feuerwehr der Stadt Marsberg

 

Stromausfall in Teilen der Marsberger Kernstadt

Hilfeleistung 0Sonstige: Ausleuchten; Rettung von Tieren in Zwangslagen; Leichenbergung; Amtshilfe
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Einsatzort Details

Marsberg
Datum 01.05.2024
Alarmierungszeit 16:30 Uhr
Einsatzende 01:30 Uhr
Einsatzdauer 9 Std. 0 Min.
Alarmierungsart Funkmeldeempfänger
Einsatzführer FF Marsberg
Einsatzleiter Cyrill Stute, L.d.F.
eingesetzte Kräfte

Löschzug Marsberg
Führungsunterstützung
    Fahrzeugaufgebot   Florian Marsberg 01 ELW1 01
    Hilfeleistung

    Einsatzbericht

    Stromausfall in Niedermarsberg – Feuerwehr im Einsatz

    Marsberg: Bei dem mehrstündigen Stromausfall in Teilen der Marsberger Kernstadt war auch die Feuerwehr Marsberg im Einsatz. Schwerpunkt für die Einsatzkräfte war der Schutz der vom Stromausfall betroffenen kritischen Infrastruktur. Dazu kam unter anderem der Führungsstab der Feuerwehr zusammen, DRK und THW schickten ebenfalls Einsatzkräfte.

    Gegen 16.30 Uhr, eine knappe Stunde nach Beginn des Stromausfalls, wurde der Führungsstab der Feuerwehr alarmiert auf Anordnung des Wehrleiters Cyrill Stute, der auch die Einsatzleitung übernahm: Da sich kritische Infrastruktur in dem betroffenen Bereich befand, war die Alarmierung erforderlich: Denn vom Stromausfall betroffen war unter anderem ein Altenheim, das auch Beatmungspatienten beherbergt. Daher wurde hier zeitnah ein Einsatzschwerpunkt gelegt. Vor Ort arbeiteten Feuerwehr, Energieversorger, Rettungsdienst, DRK und THW zusammen: So wurde der Transport von vier Beatmungspatienten ins Marsberger Krankenhaus organisiert und eine Notstromversorgung für das Altenheim eingerichtet. Der Energieversorger stellte dafür Notstromaggregate bereit, das schließlich die Stromversorgung des Altenheims sicherstellte.

    Im Gerätehaus in Marsberg kam der Führungsstab der Feuerwehr zusammen, unterstützt vom Energieversorger, den Fachberatern vom Deutschen Roten Kreuz, dem THW und dem Leitenden Notarzt sowie dem Organisatorischen Leiter Rettungsdienst des HSK. Auch der allgemeine Vertreter des Bürgermeisters und die Leitung des Ordnungsamtes waren zugegen. Auch der Löschzug Marsberg wurde alarmiert. Diese Maßnahmen dienten dem Zweck, einen genauen Überblick über die Lage in der Kernstadt zu haben und eventuelle weitere Maßnahmen gezielt vorbereiten zu können. Glücklicherweise blieb die Lage insgesamt ruhig, es kam zu keinen weiteren Einsatzaufgaben für die Feuerwehr.

    Durch den Energieversorger wurden die Rettungskräfte stets auf dem Laufenden gehalten über das Ausmaß des Stromausfalls und den Stand der Reparaturarbeiten. Als sich die Dauer des Stromausfalls bis in die Nachtstunden abzeichnete, wurden Kräfte des Rettungsdienstes und des Deutschen Roten Kreuzes zum Gerätehaus Marsberg alarmiert: Diese sollten vorsorglich für Krankentransporte für Heimbeatmungspatienten zur Verfügung stehen. Das THW rückte mit weiteren Notstromaggregaten an, die im Bedarfsfall zügig eingesetzt werden konnten. Über die Warn-App „NINA“ wurde die Bevölkerung über die Dauer des Stromausfalls hingewiesen.

    Gegen 1.30 in der Nacht war der Einsatz dann beendet, nachdem die Stromversorgung wieder hergestellt war. Eine Ursache des Ausfall war eine defekte Muffe nahe des Krankenhauses. Die Einsatzleitung im Gerätehaus Marsberg konnte dann endgültig aufgelöst werden. Insgesamt ist festzuhalten, dass die vorsorgliche Alarmierung von Feuerwehr, THW und Deutschem Roten Kreuz der Situation angemessen und zielgerichtet war: Im Ernstfall wäre es möglich gewesen, zeitnah Rettungskräfte zu schicken, vor allem für Beatmungspatienten in Altenheimen oder in Privarthaushalten; Notstrom für Kliniken oder anderen Einrichtungen wäre bei Bedarf schnell verfügbar gewesen. Dies ist wichtig, da Deutsches Rotes Kreuz und THW stets eine längere Vorlaufzeit benötigen und daher nicht ad-hoc verfügbar sind.

     

    sonstige Informationen

    Einsatzbilder